Feuerwehr - Taucher - Erlangen

Die Feuerwehr Erlangen unterhält seit ca. 20 Jahren eine Tauchergruppe, die im Stadtgebiet und auf Anforderung auch außerhalb bei Unfällen auf Gewässern unverzüglich Hilfe leistet. Im Einsatzgebiet befindet sich der Rhein - Main - Donau - Kanal, die Regnitz sowie verschiedene kleinere Baggerseen. Die Tauchergruppe besteht aus Feuerwehrleuten, welche über die Zusatzqualifikation Feuerwehrtaucher verfügen und setzt sich aus Taucher, Signalmann, Sicherheitstaucher und dem Taucheinsatzführer zusammen.


Bei einer Alarmierung mit Feuerwehrtauchern rücken ELW, GW - W mit Boot, LF 16_2 und RW zur Einsatzstelle aus. Bereits während der Fahrt zur Einsatzstelle legen die Taucher im Gerätewagen Wasserrettung Ihre Ausrüstung an und sind so bereits beim Eintreffen der Fahrzeuge an der Einsatzstelle tauchbereit. Rund 15 Einsätze werden von der Tauchergruppe pro Jahr bewältigt. Das Einsatzspektrum ist sehr vielfältig. Personen die in Wassernot geraten, Kinder die ins Eis eingebrochen sind, Tierrettung, Bergen von versunkenen Gegenständen, aber auch Leichenbergung gehören zum Aufgabengebiet der Tauchergruppe.

Die Feuerwehrmänner, die der Tauchergruppe angehören, führen diese Spezialaufgabe aber quasi nur nebenbei aus, das heißt in erster Linie sind sie Feuerwehrbeamte die selbstverständlich zu allen Feuerwehreinsätzen mit ausrücken und erst im Bedarfsfall die Tauchergruppe bilden.
Die Tauchergruppe besteht derzeit aus 18 Einsatztauchern und neun Tauchanwärtern die 2011 ihren Grundausbildungslehrgang abgeschlossen haben und deren weitere Ausbildung noch läuft. Die Taucher sind so auf den  drei Wachschichten  verteilt, das die Einsatzbereitschaft, rund um die Uhr, jederzeit sichergestellt werden kann

Da das Tauchen bei der Feuerwehr im Einsatz zum Teil unter sehr schwierigen und gefährlichen Bedingungen durchgeführt wird, ist eine intensive Ausbildung erforderlich. Diese wird in einer speziellen Dienstvorschrift, der FwDV 8 geregelt. Vor der Ausbildung wird der Feuerwehrtauchanwärter arbeitsmedizinisch nach strengen Auswahlkriterien ( G31 ) eingehend untersucht. Diese Tauglichkeitsuntersuchung erfolgt jedes Jahr.

Der Grundlehrgang für Feuerwehrtaucher der Stufe 2 dauert min. 55 UE, wobei 35 UE Theorie, 20 UE Praxis und bis zum Prüfungslehrgang min 50 Tauchgänge zu absolvieren sind.

In der Praktischen Prüfung werden u.a. folgende Fertigkeiten geprüft:

-       Tauchen in 20m tiefe mit Ab- und Aufsteigen am Grundtau

-       Erkunden der Lage unter Wasser

-       Retten von Personen

-       Zusammenarbeit von Signalmann und Einsatztaucher

-       Einfache technische Hilfeleistung

-       Erste Hilfe bei Tauchunfällen

Jeder Feuerwehrtaucher muss nach seiner Ausbildung jährlich mindestens zehn Tauchgänge absolvieren, um für die vielfältigen Einsatzaufgaben der Tauchergruppe gerüstet  zu sein. Außerdem besitzt jeder Signalmann der Feuerwehr die Ausbildung zum  Feuerwehrtaucher.

Seit 2008 besteht bei der Ausbildung der Feuerwehrtaucher eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr aus Fürth

 

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